Interview mit Vorax
Von Ulrich Huppertz, groundandpound.de
Ground and Pound: Daniel, danke dass du dir Zeit genommen hast für das Interview. Wie geht es dir momentan?
Daniel Weichel: Danke, dass Ihr mir die Möglichkeit gebt mich über den Ausgang meines letzten Kampfes zu äußern,
und da kommen wir auch zu meinem Gemütszustand: Ich habe mich die letzten Tage mit einigen unerfreulichen Mutma?ungen im Internet
auseinandergesetzt und mich gefragt, was für ein Bild die Fans und Kritiker von mir haben. Abgesehen davon habe ich
versucht etwas abzuschalten und zur Ruhe zu kommen
GnP: Der KO beim Slamm M1 sah auf dem Video aus als hätte er nicht voll getroffen,
erzähl uns bitte genau was da los war. Du wurdest ja sogar der Schauspielerei bezichtigt.
Daniel Weichel: Das Knie hat mich sowohl an der rechten Hand, als auch am Kopf erwischt und mich definitiv angeknockt.
Der Ringrichter war sich im ersten Moment nicht sicher, ob das Knie erst erfolgt ist, als ich schon am Boden war und
ich hätte die Chance gehabt weiter zu kämpfen, aber es wäre nur ein gesundheitliches Risiko gewesen, da ich meine rechte
Hand weder schließen noch mit ihr greifen konnte. Deswegen haben wir uns dazu entschlossen, dass ich nicht weiterkämpfe.
Als ich einen Tag später beim Arzt war wurde festgestellt, dass meine Hand angebrochen und meine Sehne schwer entzündet ist.
GnP: Erzähl uns bitte wie du zum Kampfsport und später MMA gekommen bist.
Daniel Weichel: Als kleiner Junge war ich verrückt nach Van Damme Filmen und allem was mit Kampfsport zu tun hatte.
Also haben mich meine Eltern eines Tages in einen Ju Jutsu Verein gebracht. Von dort hat mich ein Freund nach Wetzlar mitgenommen,
um ein Jiu Jitsu Probetraining bei Mario Stapel mitzumachen. An diesem Tag habe ich mich in diesen Sport verliebt.
Die ersten zwei Jahre habe ich nur Jiu Jitsu trainiert, später kam noch Thai-Boxen dazu und MMA war somit die logische Konsequenz.
Heute wie damals schaue ich mir alles an, was auch nur im Entferntesten mit unserem Sport zu tun hat und ich muss wirklich zugeben,
dass sich Bilder schon sehr früh bei mir eingebrannt haben und der unbedingte Wunsch entstand selbst Kämpfer zu werden.
Bis heute trainiere ich mit derselben Leidenschaft und dem Bewusstsein mir meinen eigenen Traum erfüllen zu können.
GnP: Wer ist die einflussreichste Figur in deiner Karriere bisher?
Daniel Weichel: Ohne Zweifel ist das Mario Stapel. Als ich damals mit 15 Jahren in seine Academy kam hat er mich wie einen Sohn
aufgenommen Auch wenn sich das vielleicht sentimental oder theatralisch anhört, so kann ich es trotzdem nicht anders beschreiben;
er hat die Leidenschaft für diesen Sport in mir erkannt und gleichzeitig entfacht.
GnP: Gibt es momentan einen Kämpfer, den du gerne kämpfen würdest? Wenn du die Wahl hättest, wer wäre dies?
Daniel Weichel: Ich würde gerne ein Rematch gegen Mathias Award machen. Damals war ich noch unerfahren im Käfig.
Ich denke, dass ich mich weiterentwickelt habe und es ein sehr interessanter Kampf werden würde.
GnP: Am 5. April geht's in Mannheim für dich weiter, wie läuft die Vorbereitung auf den Kampf gegen den `Mungo´ Ian Jones?
Daniel Weichel: Auf Grund meiner angebrochenen Hand kann ich (körperlich) nur Konditionstraining machen,
aber ich verbringe viel Zeit mit ´theoretischem´ Training- denke über verschiedene ´Gameplans´ nach und
analysiere meine Fehler. Meine Motivation könnte nach der Niederlage gegen Jason Jones nicht größer sein und ich bin
froh bald wieder in den Ring /Käfig steigen zu können um zu zeigen, was ich wirklich kann.
Das vollständige Interview findet ihr auf
http://www.groundandpound.de/interviews/deutsch/daniel-weichel-exklusiv-interview.html